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Auf dem Grenzweg im „Grünen Band“ nach Walkenried         
 

Um von Hohegeiß nach Walkenried zu wandern, gibt es mehrere Wege.
Besonders abwechslungsreich und in mehrfacher Hinsicht interessant ist eine Wanderung
auf einem Abschnitt des „Harzer Grenzweges“.
Dieser Grenzweg überquert den ganzen Harz, von Stapelburg bis Walkenried,
und führt zu historisch bedeutsamen Stellen, auch aus der Zeit der Teilung Deutschlands.
Rechts und links von diesem Weg ist das "Grüne Band",
ein Streifen schützenswerter Natur im ehemaligen Grenzbereich von der Ostsee
bis zur tschechischen Grenze.
In Walkenried lohnt sich ein Besuch des Klosters, des Klostermuseums und der Kirchenruine.


An der „Grenze“ entlang:
Gesamtweg: 18 km
(mehr bergab als bergauf, aber mit einigen stärkeren Anstiegen)

Von der Touristinformation gehen Sie auf der Kirchstraße nach Süden, an der ev. Kirche vorbei und bei der nächsten Straßenteilung links Richtung Benneckenstein.
Auf dem Fußweg neben der Benneckensteiner Straße erreicht man nach 400 m das Ortsschild;
dort war die Straße bis zum November 1989 gesperrt. Ab hier wandert man auf dem „Grenzweg“,
der bis nach Walkenried mit dem Symbol des Grünen Bandes
(stellenweise auch mit einem grünen „G“) gekennzeichnet ist.
Neben der Straße geht es weiter bis zum Kolonnenweg (Betonplatten).
Der Grenzweg kreuzt die Straße und führt danach etwa 3 km geradeaus, anfangs auf den Platten,
dann auf einem Waldweg. Links vom Weg stand früher das Sanatorium Dr. Noack,
wovon nichts geblieben ist als überwachsene Trümmer.
Bei einer Schutzhütte biegt man rechts ab und kommt am Waldrand zum Drei-Länder-Stein.
Gehen Sie einmal um den Stein herum – und Sie sind durch drei Bundesländer gewandert:
Durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Jetzt wird der Rest einer alten Straße überquert
und auf einem Wiesenpfad gelangt man wieder zum Kolonnenweg.
Auf ihm geht es nach rechts, über die Bundesstraße 4 hinweg, dann geradeaus weiter,
vorbei an der Abzweigung der Straße nach Sülzhayn,
bis links ein Wanderweg auf den Ehrenberg hinauf abzweigt.
Hinter dem Ehrenberg geht es wieder – aber nur wenige Schritte – auf den Betonplatten weiter.
Ehe der Plattenweg wieder ansteigt, biegt man nach rechts ab (Richtung Zorge)
und hält sich nach etwa 100 m links.
Der Weg ist jetzt ein wirklicher „Grenz“-Weg mit historischen Grenzsteinen.
Er führt immer an der ehemaligen Grenze entlang, durch Misch- und Laubwälder,
bergauf und bergab: Sülzhayn-Blick, Schwangere Jungfer, Wendel-Eiche und Zwei-Länder-Eiche.
Ca. 650 m nach dieser Eiche muss man aufpassen: Der Grenzweg führt auf schmalem Pfad
rechts durch den Wald, dann hinunter zum „Spitzen Winkel“ (Wanderweg Zorge – Ellrich).
Auf diesem Weg etwa 100 m nach links wandern (Richtung Ellrich),
danach scharf rechts abbiegen und von nun an auf dem Kolonnenweg (Betonplatten) weiter.
Der Grenzweg führt jetzt aus dem Harz heraus und erreicht die Straße Zorge – Ellrich.

Mögliche Abkürzung (14 km): Auf dieser Straße etwa 1 km nach rechts zur Bushaltestelle „Unterzorge“,
von dort Rückfahrt nach Hohegeiß.


Der Grenzweg führt weiter durch eine Wiesenlandschaft, am Carl-Stein vorbei,
zur Straße Walkenried – Ellrich.
Danach ist noch einmal eine kurze Steigung (rechts im Gebüsch Reste des früheren Grenzzaunes),
dann ist der Rainberg erreicht, wo sich ein schöner Rückblick auf den Harz bietet.
Nach rechts abbiegen und Richtung Walkenried wandern, bis auf den Kupferberg.
Dort nicht bis zum Schützenplatz gehen, sondern vorher rechts abbiegen,
zur Wieda hinunter. Auf dem Uferweg nach links, an der Wieda entlang,
über die nächste Brücke und zum Kloster Walkenried, wo diese Grenzwanderung endet.

In der Ortsmitte Bushaltestelle und Rückfahrmöglichkeit nach Hohegeiß.

Weitere Informationen:

Das Sanatorium Dr. Noack war 1937 am Westrand des Benneckensteiner Forstgebietes gebaut worden.
Wegen der un-mittelbaren Nähe zur Zonengrenze wurde es in der Nachkriegszeit geschlossen und 1967 gesprengt.
Der Drei-Länder-Stein, 1750 gesetzt, steht heute am Treffpunkt von 3 Bundesländern: Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
Weitere historische Grenzsteine stehen und liegen an vielen Stellen des Grenzweges.
Schwangere Jungfer war die Bezeichnung für eine schon im 17. Jahrhundert erwähnte Grenzeiche.
Die Eiche ist verschwunden, aber der Name blieb als Geländebezeichnung erhalten.
In die Krone der Wendel-Eiche war früher eine kleine Aussichtskanzel hineingebaut worden,
zu der eine wendelförmige Treppe führte.
Die Zwei-Länder-Eiche besteht aus zwei Stämmen, der eine ist östlich, der andere westlich der Grenzlinie.
Der Carl-Stein erinnert an Herzog Carl II., der nach Unruhen in Braunschweig 1830 sein Land verlassen hatte und an dieser Stelle von Ellrich aus in sein Herzogtum zurückzukehren versuchte.





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