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Auf verschiedenen Wegen nach Braunlage
 



Die bequemste Möglichkeit, von Hohegeiß nach Braunlage zu kommen, ist die Fahrt mit dem Linienbus.
(Und wer die Kurkarte hat, braucht für die Fahrt noch nicht einmal zu bezahlen).

Aber interessanter ist es, eine Strecke zu wandern und nur für die Rückfahrt den Linienbus zu nutzen.

Wir möchten Ihnen zwei Vorschläge machen, wie Sie auf unterschiedlichen Wegen
 von Hohegeiß nach Braunlage wandern können.

1.) Wo einst die Postkutsche fuhr:

Gesamtweg: 9,5 km (mit einigen Steigungen)

Von der Touristinformation gehen Sie auf der Kirchstraße nach Norden,
bis zur Bushaltestelle „Wilhelm - Raabe - Str.“
Dort beginnt eine Allee, die rechts von der Straße am Parkplatz entlang abwärts führt zur B 4.
Der mit blauem Dreieck gekennzeichnete Wanderweg 35 C kreuzt die B 4, führt dann in der Allee weiter,
am Sportplatz und der Heimathütte vorbei zum Parkplatz Bechlerstein (Grillhütte und Bechler-Gedenkstein).
Von der Wegeteilung am Parkplatz geht es auf dem rechten Fahrweg aufwärts
(„Ebersbergstraße“), an der ehemaligen Ebersbergschanze vorbei,
bis nach weiteren 300 m die „Alte Poststraße“ rechts abzweigt.
Jetzt wandern Sie abwärts, über die „Stahlhai-Straße“ hinweg bis ins Brunnenbachtal.
Dort muss man am Waldrand bleiben (nicht nach links zur Straße Braunlage - Wieda),
bis zum Brunnenbach.
Eigentlich geht es dort über einen Steg und dann links im Tal aufwärts.
Aber solange dort der Steg fehlt, gehen Sie links aufwärts zur Straße,
links von der Straße auf ehem. Bahndamm weiter,
nach 300 m auf der Straßenbrücke über den Brunnenbach.
Danach geradeaus im Wald aufwärts, bis die Straße erneut erreicht wird.
Rechts von der Straße geht es wieder auf dem ehemaligen Bahndamm (heute Wanderweg) weiter,
bei der nächsten Kreuzung links und dann ein Stück am Straßenrand entlang,
bis der Weg links zum Hasselkopf abzweigt.
Vor der B 4 (Braunlager Umgehungsstraße) macht der Wanderweg einen Bogen nach links,
kreuzt die Straße über dem Tunnel (von der Wiese Blick nach Braunlage)
und führt dann wieder nach rechts, zum Brunnenbachsweg.
Und schon bald sind Sie bei den ersten Häusern von Braunlage.

2.) Durch das frühere Grenzgebiet:

Gesamtweg: etwa 15 km (fast ohne Steigungen)
Einkehrmöglichkeit in Sorge

Von der Touristinformation gehen Sie auf der Kirchstraße 500 m nach Norden (Richtung Braunlage),
bis zur Abzweigung des Weges nach Sorge. Auf dieser „Straße“ etwa 1 km wandern und dann links in das Ochsenbachtal abbiegen. In diesem Tal geht es nun abwärts, bis zur Strecke der Harzquerbahn.
Hinter der Bahnbrücke führt der Weg links zum Grenzmuseum (lohnender Abstecher),
Sie aber wandern hinter der Bahnbrücke rechts, nach Sorge hinein.
Bei Sorge wird die Warme Bode auf der Straßenbrücke überquert. Dann geht es auf der Straße (B 242)
etwa 100 Schritte nach rechts, bis links ein schmaler Weg mit einigen Stufen aufwärts führt zum ehemaligen Bahndamm der früheren Südharz-Eisenbahn/SHE, der jetzt als ebener Wanderweg genutzt wird.
Man wandert auf diesem Bahndamm nach links bis zur Straße nach Elend (Wietfelder Straße),
und nach der Straßenüberquerung geht es auf dem Bahndamm weiter.
Schließlich wird die Bodebrücke erreicht, wo noch heute Schienenreste der SHE liegen.
Sie gehen noch einige Schritte weiter bis zum nächsten Forstweg, wo Sie nach rechts abbiegen.
Ihre Wanderung führt jetzt im Tal der Warmen Bode aufwärts (Richtung Fuchsfarm).
Auf den „Weißen Brücken“ wird die Bode überquert, und dann geht es nach links,
auf der Kolliestraße nach Braunlage hinein.

                                                                   Weitere Informationen:

Auf der Poststraße fuhren im 19. Jahrh. die Postkutschen der Linie Harzburg - Braunlage - Hohegeiß - Nordhausen. Diese „Straße“ verlor ihre Bedeutung nach dem Bau der jetzigen B 4.
Bahnstrecken: Hohegeiß hatte nie Bahnanschluss, aber in der Umgebung gab es zwei Bahnstrecken:
1.) Südharzeisenbahn (SHE) Walkenried – Braunlage, mit einer Abzweigung: Brunnenbachsmühle – Sorge – nach Tanne,
2.) die Harzquerbahn von Nordhausen über Benneckenstein und Sorge nach Wernigerode. Beide Strecken kreuzten sich bei Sorge.
Innerdeutsche Grenze: Vom Beginn der Sorger Straße bei Hohegeiß bis zu der SHE- Brücke über die Bode führt die zweite Wanderung durch das grenznahe Sperrgebiet der ehemaligen DDR. Sorge war damals von Hohegeiß aus nicht zu erreichen.
Im (Freiland-) Grenzmuseum stehen noch Teile der DDR-Grenzsicherungsanlagen (Zäune, Wachturm, Hundelaufanlage) und zeigen, wie es an der gesamten innerdeutschen Grenze aussah.
Die Fuchsfarm war früher eine Silberfuchs-Zuchtfarm, später verbunden mit einem kleinen Tierpark.
Heute ist dort eine (allerdings nicht täglich geöffnete) Gaststätte.
 



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