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                Durch drei Bundesländer
 



Möchten Sie mal an einem einzigen Tag durch drei Bundesländer wandern?
Von Hohegeiß aus können Sie das machen.
Und dabei kommen Sie nicht nur zu historisch interessanten Stellen,
sondern auch zu landschaftlich schönen Bereichen unserer Umgebung.

 Durch Niedersachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen


Die „Drei-Länder-Wanderung“ beginnt in Niedersachsen, nämlich in Hohegeiß bei der Touristinformation.

Von dort aus gehen Sie auf der Kirchstraße Richtung ev. Kirche und biegen nach links
auf die Brockenblickstraße ab.
Wo der asphaltierte Weg hinter den letzten Häusern nach rechts führt,
gehen Sie noch etwa 100 m geradeaus bis zum Brockenblick und haben hoffentlich gute Aussicht auf den Brocken und die ihn umgebenden höchsten Berge des Harzes.

Von dort geht es zurück bis zum asphaltierten Weg und auf ihm weiter, an der ehemaligen Grenze entlang.
Rechts am Weg steht eine Sammlung historischer Grenzsteine aus der Zeit nach 1700. Unmittelbar
vor der Straße Hohegeiß – Benneckenstein führt Ihr Wanderweg nach links.
An dieser Stelle haben Sie die Grenze überschritten und sind jetzt im Bundesland Sachsen-Anhalt.

Nach 200 m sieht man noch einen Rest der ehemaligen Grenz-Anlagen, nämlich den mit Betonplatten
ausgelegten Kolonnenweg, auf dem man nun nach rechts geht.
Die Straße wird überquert, und danach geht es etwa 3 km geradeaus, anfangs auf Betonplatten,
dann auf einem Waldweg. Links vom Weg stand früher das Sanatorium Dr. Noack,
wovon nichts geblieben ist als überwachsene Trümmer.

Bei einer Schutzhütte biegt man rechts ab und kommt am Waldrand zum „Drei-Länder-Stein“.
Gehen Sie einmal um den Stein herum – und Sie sind durch drei Bundesländer gewandert.

Auf dem Rest einer ehemaligen Straße wandert man – nun in Thüringen –
zur B 4, wo man nach rechts abbiegt und schon wieder in Niedersachsen ist.
Gleich darauf zweigt links ein Forstweg ab, auf dem Sie ins Kunzental hinunter wandern.
Sie sind von hier ab auf dem Rundweg R 8 (rotes Dreieck im roten Kreis), dem man bis Hohegeiß folgt.

Nach 2 km verlassen Sie das Kunzental. Der rechts abbiegende Weg führt zunächst noch etwas abwärts
und dann mit stetiger leichter Steigung aufwärts zur Nonnenbank und zur Mönchsbank
(unterhalb vom Forstweg).

Nach weiteren 500 m muss man aufpassen, denn da wird der Forstweg verlassen.
Der Wanderweg führt links in einer Schneise aufwärts,
über die Lampertsbergstraße hinweg und hinunter ins Bärenbachtal.
Von dort geht es nur noch etwa 500 m nach links bis zum Waldschwimmbad.

Vielleicht kehren Sie dort ein, um sich für den letzten Abschnitt der Tour zu stärken,
den recht steilen Anstieg nach Hohegeiß hinauf: Lange Straße – bei Müllers Hotel rechts
die Hubertusstraße aufwärts – an der Kirche vorbei – zurück zur Touristinformation.

Gesamtweg: ca. 11 km

Sie wollen oder können nicht so weit wandern, möchten aber doch den Drei-Länder-Stein aufsuchen?
Hier eine Wegebeschreibung für den Autofahrer:

Sie fahren auf der B 4 von Hohegeiß Richtung Nordhausen. Nach 4 km erreichen Sie die Landesgrenze zwischen Niedersachsen (Landkr. Goslar) und Thüringen (Landkr. Nordhausen).
An dieser Stelle ist der Jägerfleck, eine Kreuzung der B 4
mit der ehemaligen Straße Benneckenstein – Sülzhayn.
In östlicher Richtung (links) ging es nach Benneckenstein,
doch diese Straße wurde in der Nachkriegszeit wegen der Grenznähe „stillgelegt“
und begann danach zuzuwachsen.
Parkt man am Jägerfleck westlich der B 4 und geht dann auf der ehemaligen Straße
etwa 100 m Richtung Benneckenstein,
so findet man links am Waldrand – bei einem Rastplatz für Wanderer –
den historischen „Drei-Länder-Stein“.

Weitere Informationen:

 

Die drei Bundesländer, durch die man bei einer einzigen Wanderung kommen kann, sind Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie treffen sich in der Nähe des Jägerflecks
(an der B 4 zwischen Hohegeiß und Rothesütte).
Der „Drei-Länder-Stein“, der heute am Treffpunkt der drei Bundesländer steht, wurde bereits im Jahr 1750 gesetzt. Die Inschriften an den drei Seiten zeigen an, welche Territorien damals die „Nachbarn“ dieses Steines waren: HB (Herzogtum Braunschweig), KP (Königreich Preußen) und GW
(Forstgebiet der Grafen von Wernigerode).
Die 1945 durch Deutschland gezogene Zonengrenze folgte im Hohegeißer Gebiet der historischen Landesgrenze Preußen – Braunschweig.
Weitere alte Grenzsteine finden Sie am Brockenblick bei Hohegeiß. Steine, die an anderen Stellen herausgerissen waren und zu verschwinden drohten, wurden dort vom Harzklub neu aufgestellt.
Das Sanatorium Dr. Noack war 1937 am Westrand des Benneckensteiner Forstgebietes gebaut worden.
Wegen der un-mittelbaren Nähe zur Zonengrenze wurde es in der Nachkriegszeit geschlossen und
1967 gesprengt.

 


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