zurück

                       
         
         Zum Sorger Grenzmuseum
 

Von den ehemaligen „DDR-Grenzsicherungsanlagen“ östlich der innerdeutschen Grenze
ist heute bei Hohegeiß nichts mehr zu finden.

Wer wissen will, wie es an der Grenze aussah, kann bei Sorge das „„Freiland-Grenzmuseum“ aufsuchen.
Dort steht kein Museumsgebäude, in dem etwas ausgestellt ist,
sondern dort sehen Sie einen Rest der originalen Grenz-Anlagen am ursprünglichen Standort.

Außerdem gibt es seit 2009 im ehemaligen Sorger Bahnhof ein kleines Grenzmuseum.
Dort finden Sie weitere Informationen über die früheren „Grenzsicherungsanlagen“
und über das Leben im Sperrgebiet östlich der Grenze. (Öffnungszeiten erfragen
unter Tel. 039457 – 40807 oder 3239).
www.grenzmuseum-sorge.de

Wanderung:
Von der Touristinformation wandern Sie zunächst auf der Kirchstraße Richtung Braunlage,
an der früheren Grenze entlang, vorbei am Kleinert-Stein
und dann auf dem Spazierweg östlich der B 4 (Straße nicht überqueren!) bis zum Sportplatz.
Dort führt ein schmaler Weg nach rechts (Hinweis: Sorge),
und nach etwa 100 m wird der mit Betonplatten ausgelegte
Kolonnenweg erreicht. Sie biegen nach links ab und bleiben auf dem Kolonnenweg
mit einigem Bergauf und Bergab bis zum „Ring der Erinnerung“.

Dieser aus abgestorbenen Bäumen aufgebaute „Ring“ entstand 1992
als  „Natur-Kunstwerk“ auf dem ehemaligen Grenzstreifen.
Er soll an die Teilung Deutschlands und an das Ende der Teilung erinnern
und mit dem toten Holz zugleich das Werden und Vergehen in der Natur deutlich machen.

Von dort wandern Sie auf dem Kolonnenweg weiter und kommen zu Teilen der vorderen Grenzanlagen,
wo noch ein Stück Metallgitterzaun, ein Beobachtungsturm und eine Grenzsäule stehen geblieben sind.
Beim Turm gehen Sie nicht nach links ins Tal hinunter, sondern auf dem Kolonnenweg geradeaus weiter.
Durch den sogenannten Schutzstreifen kommt man nach 1 km zu den Anlagen am rückwärtigen Zaun.

Dieser „Schutz- und Signalzaun“ hatte die Aufgabe, den Schutzstreifen zu sichern
und eventuelle Fluchtversuche bereits östlich der eigentlichen Grenze zu verhindern.
Außer diesem Zaun (mit Stacheldraht und Signaldrähten)
sehen Sie dort einen Abschnitt der Hundelaufanlage,
das Zugangstor in den Schutzstreifen und ein Betonrohr, wie es in Bächen verlegt wurde,
um auch diese Fluchtwege zu versperren.

Hinweg etwa 4,5 km.

Möglicher Rückweg: Sie wandern in der Verlängerung des Kolonnenweges hinunter Richtung Sorge.
Nachdem die Strecke der Harzquerbahn überquert wurde, können Sie geradeaus weiterwandern nach Sorge (Einkehrmöglichkeit, Besuch des Grenzmuseums im Bahnhof).
Wenn Sie nicht bis in den Ort möchten, führt der Wanderweg nach der Bahnüberquerung
nach rechts unter der Bahnbrücke hindurch. Dann geht es im Ebersbachtal und Ochsenbachtal aufwärts,
bis zur kaum befahrenen Straße Sorge – Hohegeiß,
auf der man rechts aufwärts nach Hohegeiß zurückkommt.

Rückweg etwa 5 km

Mit dem Auto:
Wenn Sie mit dem Auto nach Sorge und zum Grenzmuseum wollen, fahren Sie zunächst
auf der Bundesstraße 4 Richtung Braunlage. Nach 6 km (beim STOP-Schild) fahren Sie nicht links Richtung Braunlage, sondern rechts auf der B 242 Richtung Tanne. Nach etwa 3 km geht es rechts über die Bodebrücke in den Ort Sorge hinein.
Im Ort biegt man wieder rechts ab und folgt den Hinweisschildern:
Ring der Erinnerung / Grenzlandschaft Sorge / Grenzmuseum.
Eine Parkmöglichkeit gibt es vor dem Bahnübergang, und von dort ist es noch ein Spaziergang
bis zum Grenzmuseum. Dabei erreichen Sie zuerst den rückwärtigen Zaun,
der schon 1 km vor der eigentlichen Grenze errichtet wurde. Geht man auf dem Kolonnenweg weiter,
kommt man in den Schutzstreifen und zu dem vorderen Teil der Grenzanlagen unmittelbar vor der eigentlichen Grenze.


Weitere Informationen:

 

Fast alle „Grenzsicherungsanlagen“ östlich der Grenze wurden nach 1990 abgebaut (Zäune, Wachtürme, Kfz-Sperrgräben und Bunker). Was nicht entfernt wurde (Betonplattenwege/Kolonnenwege), ist an vielen Stellen inzwischen überwachsen. Auch der von jeder Vegetation freigehaltene und sehr intensiv mit Pflanzengiften bespritzte, kahle (Kontroll-)Streifen zwischen Zaun und Kolonnenweg wurde langsam aber erst nach Jahren wieder grün.
Zu den im Original erhaltenen Anlagen des (Freiland-)Grenzmuseums Sorge gehören ein Stück des rückwärtigen Zaunes, mit Stacheldraht und Signaldrähten, ein Teil der Hundelaufanlage, das Zugangstor in den 1 km breiten Schutzstreifen, der in den Schutzstreifen führende Kolonnenweg, ein Beobachtungsturm (Wachturm), ein Abschnitt des vorderen Metallgitterzaunes, eine DDR-Grenzsäule.
In der Nähe des Grenzmuseums ist der „Ring der Erinnerung“, der aber nicht zum Grenzmuseum gehört.
Im Hohegeißer Heimatmuseum erfahren Sie mehr über die Zeit, als Deutschland geteilt war und die Grenze unmittelbar östlich von Hohegeiß verlief.
(Geöffnet: Mi und Sa von 16 bis 18 Uhr, im Winter eingeschränkte Öffnungszeiten,
Auskunft: Tourist-Info Hoheg., Tel. 05583-241).


nach oben